Maria und Malenes Behandlungsverlauf

9 Behandlungen, 6 Jahre, 3 wundervolle Kinder

Maria und Malene wurden das erste Mal im Jahr 2013 in der Diers Klinik behandelt und die letzte Behandlung wurde 2019 durchgeführt – das Ergebnis sind 3 fantastische Kinder. Lesen Sie hier mehr über die Geschichte von Maria und Malene.

Malene und Maria waren sich schnell einig, dass sie sich Kinder wünschten und sie wollten den Weg schon kurz nach der Heirat angehen. Als lesbisches Paar ging dies natürlich nicht auf natürlichem Weg, und weil beide aus medizinischer Sicht komplett gesund waren und dazu nicht an einer Hormonbehandlung interessiert waren, haben sie sich dazu entschieden in einer Privatklinik behandelt zu werden.

In Dänemark können lesbische Paare und alleinstehende Frauen auch vom Staat die Behandlung bezahlen lassen, aber diese findet dann in den öffentlichen Krankenhäusern und Kliniken statt, wo es eine lange Wartezeit gibt und wo die Behandlung meist Hormone inkludiert.

Die Wahl der Diers Klinik wurde getroffen, weil die Klinik eine gute Lage hatte und weil das Paar vorab von Bekannten Gutes über die Klinik erfahren hatten. Nach dem Erstgespräch war das Paar davon überzeugt, dass es sich in der Klinik gut aufgehoben fühlen würde.

Maria erzählt uns, dass es für sie immer ein großer Traum war irgendwann schwanger zu sein, während Malene diesen Wunsch nicht teilte. Deswegen waren sich die zwei auch schnell einig, dass Maria inseminiert werden sollte. Eine kleine Sorge hatte Maria jedoch vorab bezüglich ihres Gewichts. In Dänemark dürfen Frauen oftmals nicht behandelt werden, wenn sie ein BMI von über 30 haben. Frauen, die älter als 35 Jahre alt sind, dürfen kein BMI von 35 überschreiten. Zu dem Zeitpunkt, als das Paar bereit war die Behandlung zu beginnen, hatte Maria ein BMI von 37,9 und sie gehörte daher zur Kategorie der Übergewichtigen. Bei dem Erstgespräch wurde dem Paar jedoch erklärt, dass dies bei der Behandlung in der Diers Klinik keine Rolle spielt und das Paar konnte daher ohne Hindernisse schon bald in Behandlung beginnen.                                       

Der nächste Schritt bezog sich auf die Spenderwahl. Es war dem Paar wichtig, dass es einen Spender bekommen konnte, der Maria ähnlichsehen würde, damit es eine gute Chance gäbe, dass die Kinder sich in dem Aussehen von Maria widerspiegeln konnten. Ihre einzigen Kriterien bezogen sich auf Haarfarbe, Augenfarbe, Größe und Gewicht. Eigentlich war der Gedanke des Paares vorab gewesen einen offenen Spender zu wählen, aber nach dem Gespräch mit der Klinik, wo sie darüber informiert wurden, dass nur von einer Kontaktaufnahme die Rede war, beschlossen Maria und Malene einen geschlossenen Spender zu nehmen.

Über die Entscheidung sagt Maria folgendes:

„Wir sind uns einig geworden, dass wir immer die Eltern unserer Kinder sein würden und wir hofften, dass dies genug sein würde“.

Maria und Malene hatten das Erstgespräch in der Klinik im Juli 2013 und die erste Behandlung wurde bereits 2 Monate später durchgeführt. Nach 3 Versuchen mit dem gleichen Spender, die keinen Erfolg gebracht hatten, hat sich das Paar dazu entschlossen, dass die Eileiterdurchlässigkeit von Maria untersucht werden sollte. Leider hat sich dabei herausgestellt, dass die Eileiter nicht durchlässig waren. Nach 2 Versuchen beim Gynäkologen ist es jedoch gelungen die Durchlässigkeit herzustellen und das Paar kam wieder in die Klinik für einen vierten Versuch mit demselben Spender, welches leider auch nicht glückte.

Danach hat sich das Paar einen neuen Spender ausgesucht, womit eine erneute Behandlung leider auch nicht erfolgreich war. Das Paar dachte sie hätten 2 extra Einheiten reserviert, aber die E-Mail wurde falsch verschickt und deswegen erfuhr das Paar beim nächsten Besuch in der Klinik, dass der Spender für den 6. Versuch nicht vorrätig war. Maria und Malene mussten daher relativ schnell und spontan einen neuen Spender wählen.

Aber manchmal spielt das Schicksal mit und in diesem Fall kann man durchaus von Glück im Unglück reden, denn 14 Tage nach der Behandlung stand das Paar endlich mit einem positiven Schwangerschaftstest in den Händen.

Im September 2014 wurde die älteste Tochter Ingeborg geboren und Maria und Malene haben sich gleichzeitig, nach Beratung mit der Diers Klinik, dazu entschlossen ein Geschwisterdepot mit 7 Einheiten ihres Spenders anzulegen, weil es dem Paar wichtig war, dass die Kinder den gleichen Spender bekommen sollten.

Als das Paar für das zweite Kind in die Diers Klinik kam, waren sie nur für 2 Versuche da. Denn schon der zweite Versuch hat geklappt und Maria war wieder schwanger. Leopold wurde im August 2016 geboren. Das dritte Kind des Paares, Otilia, hat bereits beim ersten Versuch geklappt und sie hat mit ihrer Ankunft im Juni 2020 die Familie komplett gemacht.

Das Paar hatte sich vorab nicht all zu viele Gedanken gemacht, ob Sie sich in einer Privatklinik behandeln lassen sollten oder ob sie die Behandlung vom Staat zahlen lassen wollten. Heute sind sie aber glücklich, dass sie nicht in Bezug auf das BMI vom Staat diskriminiert wurden, welches Maria auch gerne auf den sozialen Medien bekanntgibt, wo sie sich aktiv in der Debatte einmischt, die es in Bezug auf die Kinderwunschbehandlung und den dazugehörigen Anforderungen zum BMI gibt.

Maria hat 3 Schwangerschaften hinter sich und sie hat 3 wundervolle und komplett gesunde Kinder auf die Welt gebracht.

Und wie sie selbst sagt:

„Unsere Sorgen bzgl. meinem BMI waren genau, wie die Diers Klinik es gesagt hat – kein Problem“.